Mitteilungen 22/10/2014

Unterredung im Umweltministerium zum Thema Wasserschutz


Der Vorstand der Landwirtschaftskammer tauschte sich am späten Nachmittag in einer konstruktiven Atmosphäre mit Umweltministerin Carole Dieschbourg und Staatssekretär Camille Gira über die aktuelle Problematik in Sachen Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmittelrückständen aus. Der Vorstand bekräftigte einmal mehr, dass sich die Landwirtschaft ihrer Verantwortung in Wasserschutzfragen sehr wohl bewusst ist und auch weiterhin proaktiv an einer Verbesserung der Wasserqualität arbeiten wird. Als Voraussetzung hierzu sieht die Landwirtschaftskammer allerdings eine konsequente Unterstützung der Landwirtschaft durch die Regierung, insbesondere im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung. Die Erfahrungen im In- und Ausland zeigen eindeutig, dass beratergestützte Kooperationen zwischen Wasserversorgern und landwirtschaftlichen Betrieben unabdingbar sind um die Ressource Wasser nachhaltig zu schützen. In diesem Sinne beabsichtigt die Landwirtschaftskammer ihre vor mittlerweile 20 Jahren gegründete Wasserschutzberatung, die derzeit 14 solcher Kooperationsprojekte betreut, konsequent auszubauen. Die kontinuierliche Optimierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse, die gezielte Umsetzung von Wasserschutzmaßnahmen sowie die Planung und Umsetzung wasserschutzbezogener Sensibilisierungskampagnen erfordern ein hohes Maß an Fachkompetenz und Engagement seitens der Berater. Eine großflächige betriebsindividuelle Beratung ist darüber hinaus auch sehr zeitaufwändig. Vor dem Hintergrund der rezenten Entwicklungen in Sachen Wasserqualität sowie im Hinblick auf die bevorstehende Ausweisung von Wasserschutzgebieten (> 10% der Landesfläche) fordert der Vorstand der Landwirtschaftskammer deshalb seitens der Politik ein klares Bekenntnis zur Wasserschutzberatung. Dies lässt sich aus dem Haushaltsentwurf für 2015 derzeit leider nicht ableiten. Der Vorstand der Landwirtschaftskammer bekräftigte, dass die aus den rezenten Ereignissen gewonnenen Erkenntnisse konsequent in die Beratungsarbeit einfließen werden. Es wurde darüber hinaus vereinbart, den konstruktiven Austausch weiterzuführen. 



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