Pressemitteilung: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln an Luxemburger Äpfeln
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Publiziert 30 Januar 2026
Pressemitteilung: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln an Luxemburger Äpfeln
Hinsichtlich der Rückstände an Pflanzenschutzmitteln, die im Rahmen einer europaweiten Studie von PAN Europe auch an Luxemburger Äpfeln festgestellt wurden, verweist die Landwirtschaftskammer auf die staatlichen, von der ALVA durchgeführten Analysen hin, die bisher in keinem einzigen Fall Belastungen oberhalb der gesetzlichen Normen ergeben haben. Dies reiht sich nahtlos in die Ergebnisse der genannten Studie ein. Die Landwirtschaftskammer bedauert deshalb die doch sehr tendenziöse und reißerische Darstellung des Mouvement écologique
In den vergangenen Jahren konnten in Luxemburg nennenswerte Fortschritte erzielt werden, was den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft angeht, wie den offiziellen Statistiken des Landwirtschaftsministeriums zu entnehmen ist.
Nichtsdestotrotz zeigt die Veröffentlichung der PAN Europe-Studie, dass es in der Anbaupraxis durchaus Raum für Optimierungen gibt. Obstproduktion, ob konventionell oder biologisch, kann nur wirtschaftlich sein, wenn es gelingt, eine ausreichend hohe Ernte einzufahren, die den, gerade im Obstbereich, sehr anspruchsvollen Marktkriterien gerecht wird. Pflanzenschutz ist demnach eine Notwendigkeit, sollte aber stets zum Ziel haben, Lebensmittel mit möglichst geringen und unbedenklichen Rückständen zu produzieren.
In der konventionellen Obstproduktion werden bereits vielfach biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Es gibt aber aktuell noch zu wenige Alternativen zu den synthetischen Produkten. Die Landwirtschaftskammer würde es demnach ausdrücklich begrüßen, wenn die Zulassungsprozeduren für biologische Pflanzenschutzmittel auf EU-Ebene konsequent vereinfacht und beschleunigt würden.
Die Landwirtschaftskammer hat sich in der Vergangenheit stets dafür ausgesprochen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Konkrete praxisorientierte Projekte werden seit Jahren in diesem Sinne durchgeführt. Zusätzliche Projekte stehen bereits in den Startlöchern, mit der finanziellen Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums.
Es liegt im Interesse der einheimischen Produzenten, hochwertige und sichere Lebensmittel zu produzieren und die Anbaupraktiken dementsprechend zu optimieren. Die Produzenten sind dabei jedoch auch auf die Unterstützung sowohl der Verbraucher als auch der staatlichen Instanzen angewiesen. Letzteres betrifft insbesondere die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel, um Maßnahmen zur Reduzierung des Planzenschutzmitteleinsatzes gezielt zu fördern.
Strassen, den 30.01.2026