Verfahren einer schonenden Bodenbearbeitung


Die Bodenbearbeitung in den Wasserschutzgebieten ist aufgrund von 2 Problematiken ein wichtiger Faktor:

Erosionsschutz-Fascinen

Erosionsproblematik

Durch den Strukturwandel der letzten 30 Jahre in der Landwirtschaft hat auch die Bewirtschaftung der Böden tiefgreifende Änderungen erfahren. Damit hat auch im luxemburgischen Ackerbau die Bodenerosion zugenommen. In Luxemburg kann man davon ausgehen, dass je nach Standort, Anzahl der Starkregenereignisse und Intensität der Bodenbearbeitung bis zu 30 t Boden pro Hektar und Jahr abgetragen werden. Zum Vergleich: Für eine nachhaltige Bewirtschaftung dürfte der Bodenverlust nicht über 400 kg pro Hektar und Jahr betragen. Nebenbei sei erwähnt dass Erosionsschutz laut Cross-Compliance eine Grundanforderung ist!

Durch die häufigen Starkregenereignisse Ende Mai-Anfang Juni werden vor allem die Maisparzellen, aufgrund der zu dem Zeitpunkt noch geringen Bodenbedeckung, in Mitleidenschaft gezogen. Zur Lösung der Erosionsproblematik in den Reihenkulturen bietet sich die Streifenbearbeitung an. Hierbei handelt es sich um ein Saatverfahren bei dem  den Boden nur dort tiefgründig bearbeitet wird, wo das Saatgut abgelegt wird.

Nitratproblematik

In den Wasserschutzgebieten stellt sich regelmäßig die Problematik zu hoher Reststickstoffwerte. Diese lassen sich zum Teil mit der Bodenbearbeitung reduzieren. Je weniger und umso flacher der Boden bearbeitet wird, umso geringer ist die Mineralisation und damit verbunden die möglichen Stickstoffverluste.

Weitere Informationen zur Bodenbearbeitung finden Sie unter Strategien fürs Feld (Pflanzenbau).

Dienstleistungen für eine nachhaltige Landwirtschaft