Schwefeldüngung


Schwefel wird zum Aufbau der schwefelhaltigen Verbindungen im Rapsöl sowie generell zum Aufbau von Eiweiß benötigt. Neben Raps sind somit alle Kulturen mit etwas höheren Eiweißgehalten prinzipiell dankbar für eine Schwefeldüngung. Da Eiweiß aus Stickstoff- und Schwefelverbindungen besteht, kann eine Schwefeldüngung u.U. die N-Ausnutzung verbessern. Da Schwefel wie Stickstoff im Boden mineralisiert wird, sind im zeitigen Frühjahr am ehesten Mangelerscheinungen zu erwarten, weil dann die Nachlieferung aus dem Boden nicht mit dem Bedarf der Kultur Schritt halten kann. Schwefel muss deshalb früh gedüngt werden. Die S-Düngung sollte spätestens mit der 2. N-Gabe abgeschlossen sein.

Die Schwefeldüngung ist mittlerweile im Raps sowie z.T. auch im Getreide Standard. Raps benötigt etwa 60-70 kg/ha Schwefel während für Getreide etwa 30-40 kg/ha ausreichend sind. Sinnvoll kann eine S-Düngung auch im intensiven Grünland sein. Der Schwefelentzug im Grünland steigt mit der Schnittnutzung, so dass v.a. Feldfutterparzellen Schwefel benötigen. Auf Weiden und Mähweiden ist die Schwefelabfuhr dagegen nur gering. Ältere Grasbestände reagieren ebenfalls weniger auf S-Düngung als junge Feldfutterbestände. Auf intensivem Grünland werden etwa 30-40 kg/ha Schwefel benötigt. Schwefel sollte auch hier früh gedüngt werden, also am besten zum 1. Schnitt.

Schwefel ist in zahlreichen Düngern in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Schwefelgehalte der einzelnen Dünger.


Aber auch in den organischen Düngern sind geringe Mengen Schwefel enthalten. Man kann von bis zu 10% des Stickstoffgehaltes an Schwefel ausgehen. So enthalten z.B. 20 m3 Gülle (bei 4 kg N/ m3) etwa 8 kg Schwefel. Bei der Berechnung der notwendigen mineralischen Schwefelgabe muss die Nachlieferung aus den Bodenvorräten ebenfalls berücksichtigt werden. Im Durchschnitt kann man hier von etwa 10-15 kg/ha Schwefel ausgehen. Dies hängt vor allem vom Humusgehalt des Bodens ab.

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