Geschützte Biotope


Durch Artikel 17 des Luxemburger Naturschutzgesetzes sind seit dem Jahr 2004 alle Habitate und Biotope auch in Luxemburg offiziell geschützt. Hierunter fallen einige offensichtliche Biotope wie z.B. Hecken und Sträucher, Trockenmauern, Gewässer und nicht befestigte Feldwege.

Biotopkataster des Offenlandes

Es gibt aber noch zahlreiche andere Biotope, die für den Laien nicht so leicht zu erkennen sind, aber dennoch geschützt sind. Biotope des Offenlandes wie z.B. eine magere Flachlandmähwiese, eine Sumpfdotterblumenwiese oder eine Pfeifengraswiese sind für die Meisten nicht ohne weiteres als solches zu identifizieren. Um unfreiwilligen Zerstörung entgegenzuwirken hat das Umweltministerium deshalb 2014 den Biotopkataster des Offenlandes veröffentlicht. Hierzu wurden alle Grünlandflächen des Landes von Experten begutachtet und ein Leitfaden zur optimalen Nutzung der Biotope (unten als Download verfügbar) erstellt.

Dieser Leitfaden wurde allen Betrieben zugesand und stellt eine Orientierungshilfe für die Landnutzer dar. Es handelt sich hierbei um Richtlinien und Empfehlungen, abweichende Bewirtschaftungen sind demnach möglich und können durchaus förderlich sein. Jedoch ist es sinnvoll in diesen Fällen Kontakt mit den Experten, wie biologischen Stationen oder den lokalen Förster aufzunehmen. Auch ein Einspruchverfahren bei gerechtfertigten Beanstandungen der Biotopklassierung ist möglich. Bitte zögern Sie nicht bei Fragen oder Problemen, die Naturschutzberatung der Landwirtschaftskammer zu kontaktieren!

Wiesen und Weiden

Die Biotope auf den meist extensiver genutzten Wiesen und Weiden sind am schwierigsten zu erkennen, jedoch sind sie für die Landwirtschaft von allen Biotopen am bedeutensten und machen auch flächenmäßig den höchsten Anteil aus. Die Handhabung der wichtigsten Wiesen und Weiden soll im folgenden Dokument beschrieben werden.

Hecken

Hecken haben einen weitreichenden ökologischen Nutzen. Sie bieten Schutz und Nahrung für zahlreiche Tiere und Vögel und spielen im Offenland eine herausragenden Rolle für die Vernetzung von Lebensräumen. Aber auch aus landwirtschaftlicher Sicht können Hecken einen hohen Nutzen haben, wenn sie entsprechend gepflegt werden. An Ackerrändern bieten sie Wind- und Erosionsschutz, in Weiden spenden Sie vor allem Schatten für die Weidertiere

Trockenmauern und nicht befestigte Feldwege

Bei dem Namen Biotope fallen sicher nicht jedem gleich Trockenmauern oder Feldwege ein. Dennoch haben sie in der Natur wichtige Funktionen und sind deshalb auch erhaltenswert.

Hier können Sie sich die Bezeichnungen der Biotope, sowie den Leitfaden zur optimalen Bewirtschaftung, herausgegeben durch das Umweltministerium, herunterladen.

Kontaktperson:
Ben Geib

Tel.: ++352 31 38 76 – 26

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