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PEI Blés « faibles intrants »

Industrielle Verwertung von lokal erzeugtem low input Hart- und Weichweizen im Luxemburg und in der Wallonischen Region

PEI Blés « faibles intrants »

Die Landwirtschaftskammer beteiligt sich in Zusammenarbeit mit luxemburgischen und belgischen Partnern an der Europäischen Innovationspartnerschaft „Weizen mit geringem Input“, deren Ziel es ist, Weizensorten anzubauen, die für die industrielle Verarbeitung zu Lebensmitteln geeignet sind und dabei weniger Düngemittel und Pflanzenschutzmittel erfordern.

Die Landwirte in Luxemburg und Wallonien unterliegen immer strengeren Auflagen, um die Auswirkungen ihrer Praktiken auf die Umwelt zu begrenzen. Diese Auflagen können sich auf ihre Erträge und damit auf ihre Einkünfte auswirken. Vor diesem Hintergrund ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie eine faire Vergütung für ihre Erzeugnisse erhalten, insbesondere durch die Verwertung in der menschlichen Ernährung innerhalb strukturierter lokaler Wertschöpfungsketten. Darüber hinaus muss sich die Landwirtschaft über die Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit hinaus auch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen.

Vor diesem Hintergrund entstand das PEI-Projekt, dessen Ziel und Bestreben es ist, eine lokale Produktion von Weich- und Hartweizen mit „geringem Input“ aufzubauen, der sich im industriellen Maßstab für die menschliche Ernährung in Luxemburg und Wallonien verwerten lässt. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt das Projekt einen integrierten Ansatz, indem es alle Akteure der Wertschöpfungskette vom Landwirt bis zum Weiterverarbeiter zusammenbringt.

In einer ersten Phase zielt das Projekt darauf ab, Weizensorten zu testen, die aufgrund ihrer Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge sowie ihrer verarbeitungstechnischen Eigenschaften ausgewählt wurden. Außerdem soll es den Landwirten zuverlässige technische Anhaltspunkte liefern, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln im Weizenanbau zu reduzieren.

In einem zweiten Schritt soll geprüft werden, ob sich dieser „Low-Input“-Ansatz auf die landwirtschaftlichen Betriebe in Luxemburg und Wallonien übertragen lässt und ob damit hochwertiges Getreide produziert werden kann, das den Anforderungen der lokalen Verarbeitungsindustrie entspricht.

Schließlich legt dieses Projekt neben Weichweizen auch einen Schwerpunkt auf Hartweizen, eine innovative Kulturpflanze, die in unseren Regionen noch wenig verbreitet, aber vielversprechend ist. Ihre Einbindung in die Fruchtfolge kann als Strategie zur Anpassung an den Klimawandel betrachtet werden.

Finanzierung: Grand-Duché du Luxembourg und Europäische Union (ELER-Fonds).

 

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