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PRODUIT DU TERROIR - LËTZEBUERGER WEES
Seit 1995 läuft unter dem Patronat der Landwirtschaftskammer das Qualitätslabel "Produit du Terroir - Lëtzebuerger Wees, Miel an Brout". In diesen Programmen ist es gelungen alle Mitglieder innerhalb der Produktionskette zu vereinen (Landwirte, Händler, Müller, Bäcker). Prioritäres Ziel ist es, eine kontinuierlich hochwertige inländische Produktion sicher zu stellen und sich von dem Anonymat der Massenproduktion abzusetzen.
Das Programm wird in vier große Bereiche unterteilt:
- Die Produktion von Getreide
- Die Produktion von Mehl
- Die Backwarenproduktion
- Der Verkauf
Produktion von Getreide
Neben Brotweizen kann auch Roggen angebaut werden. Die Liste der zugelassenen Sorten wird jährlich neu festgelegt. Dabei wird insbesondere den Backeigenschaften der einzelnen Sorten Rechnung getragen. Das benötigte Saatgut muss aus luxemburgischer Produktion stammen. Um sicherzustellen, dass die Saatgutmengen sowie die einzelnen Sorten in ausreichender Menge verfügbar sind, wurde eine Konvention mit der Saatgutgenossenschaft abgeschlossen.
Neben dem Abschluss eines Anbauvertrages (mit VERSIS oder Moulin de Kleinbettingen) unterzeichnet der Landwirt jedes Jahr eine Konvention mit der Landwirtschaftskammer. Der Betrieb muss die Landschaftspflegeprämie beziehen. Der Landwirt verzichtet ausserdem auf den Einsatz von Klärschlamm und Kompost auf der gesamten Betriebsfläche und erklärt sich bereit eine Ackerschlagkartei zu führen, in der alle Pflanzenschutz und Düngemaßnahmen im Laufe der Saison schriftlich festgehalten werden. Jährlich werden 5% der am Programm beteiligten Betriebe kontrolliert.
An den Annahmestellen werden erste Qualitätsanalysen (z.B. Eiweissgehalt, Fallzahl) durchgeführt, die darüber entscheiden ob das Getreide alle für die Mehlproduktion notwendigen Qualitätsmerkmale besitzt. Die Händler bzw. deren Annahmestellen werden jährlich kontrolliert. Hier wird auf eine trockene und saubere Lagerung sowie auf die räumliche Trennung bei der Getreidelagerung geachtet.
Produktion von Mehl
Das Getreide gelangt über den Zwischenhandel (VERSIS) oder direkt zu den einzelnen Mühlen, die ebenfalls eine Konvention mit der Landwirtschaftskammer unterschrieben haben. Sie verpflichten sich "Produit du terroir - Lëtzebuerger Miel" zu produzieren, dessen Ursprung 100 % "Produit du Terroir - Lëtzebuerger Wees" ist. Die drei am Programm beteiligten Mühlen werden jährlich kontrolliert.
Produktion von Backwaren
Die Bäcker unterschreiben ebenfalls eine Konvention anhand der sie sich verpflichten ausschließlich "Produit du Terroir - Lëtzebuerger Miel" zu verarbeiten. Bäckereien, die nur einzelne Brotsorten für den Handel mit Label-Mehl backen wollen, müssen diese Sorten inklusive der benötigten Mischung bei der Landwirtschaftskammer melden. Jährlich werden 25% der Verkaufsstellen kontrolliert. Anhand der Lieferscheine der Müllereien kann die Menge des eingekauften Mehles bestimmt und auf die verkaufte Ware hochgerechnet werden.
Verkauf der Backwaren
Außenstellen dürfen nur dann "Produit du Terroir - Lëtzebuerger Brout" verkaufen, wenn die Produktionsstätte eine Konvention mit der Landwirtschaftskammer unterschrieben hat. Wird nur eine Brotsorte mit "Produit du Terroir" angeboten, so muss diese Brotsorte separat gekennzeichnet sein. Diese separate Kennzeichnung gilt nur dann, wenn der Produktionsbetrieb vorher die Brotsorte bei der Landwirtschaftskammer gemeldet hat.