Arbeitsrecht


Angesichts des fortschreitenden Strukturwandels in der Landwirtschaft sehen sich viele Betriebe gezwungen, vermehrt auf Fremdarbeitskräfte zurückzugreifen (Betriebshelfer, Saison- oder Festarbeitskräfte). Die Kenntnis der administrativen Prozeduren sowie der zahlreichen rechtlichen Vorgaben ist somit von größter Bedeutung (rechtliche Absicherung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Vorbeugung von Konfliktsituationen). 

Die gesetzliche Grundlage für alle Arbeitsverhältnisse ist der Code du Travail. Auf Grund ihrer spezifischen Eigenheiten werfen landwirtschaftliche Arbeitsverhältnisse bezüglich der Anwendungsbestimmungen des Code du travail immer wieder Fragen auf. Die FAQ-Seiten der ITM (Inspection du Travail et des Mines) bieten auf zahlreiche Fragen Antworten und sind daher eine gute Anlaufstelle, auch für spezifisch landwirtschaftliche Fragestellungen.

Bei der Einstellung von Arbeitnehmern gilt es eine Reihe von Prozeduren zu beachten. Hilfreiche Informationen und Formulare hierzu finden Sie im Unternehmensportal vom "Guichet.lu" (Rubriken "Personalwesen" bzw. “Gesundheit und Sicherheit/Sozialversicherung”).

Die grundlegenden Bestandteile eines dem Arbeitsrecht unterliegenden Arbeitsverhältnisses sind:

  1. die Arbeitsleistung,
  2. die Bezahlung und
  3. die untergeordnete Stellung.

Demnach ist die reine Nachbarschaftshilfe (wenn also eine dem Betrieb nahestehende Person sporadisch im Betrieb mitarbeitet) nicht über den Code du Travail geregelt, da in diesem Kontext nicht von einer untergeordneten Stellung eines Arbeitnehmers die Rede sein kann. Die Nachbarschaftshilfe ist jedoch eindeutig über die betriebliche Unfallversicherung abgedeckt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der Association des assurances accident

Dienstleistungen für eine nachhaltige Landwirtschaft