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Insektizide im Raps

Im Sinne des Resistenzmanagements sollten Sie unbedingt den MoA-Code in der folgenden Tabelle berücksichtigen, der Aufschluss über den Wirkmechanismus des jeweiligen Produktes gibt. Mischungen von Insektiziden untereinander sollten vermieden werden. Ebenso sollte innerhalb einer Saison darauf geachtet werden, Produkte mit unterschiedlichem Wirkmechanismus zu verwenden. Einen umfassenden Beitrag zum Resistenzmanagement finden Sie hier: Der Rapsglanzkäfer – Bekämpfung 2010.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die in Luxemburg im Raps zugelassenen Insektizide.

Produkt Formulierung Wirkstoff MoA** gegen Dosis Auflage*
Baythroid 050 EC EC 50 g/l Cyfluthrin 3 Rapserdfloh 0,3 l/ha B1
Biscaya 250 OD OD 240 g/l Thiacloprid 4 Rapsglanzkäfer 0,3 l/ha B4
Decis EC 2,5 EC 25 g/l Deltamethrin 3 Kohlschotenrüßler, Rapsglanzkäfer, Rapserdfloh, Gallmücken 0,2 l/ha B2
Decis Micro WG 6,25% Deltamethrin 3 Rapserdfloh 80 g/ha B2
Karate Zeon CS 100 g/l lambda-Cyhalothrin 3 Kohlschotenrüßler, Rapsglanzkäfer, Rapserdfloh 62,5 ml/ha B2
Sumi-Alpha EC 25 g/l Esfenvalerat 3 Kohlschotenrüßler, Rapsglanzkäfer 0,3 l/ha B1
Talstar 8 SC EC 80 g/l Bifenthrin 3 Kohlschotenrüßler, Rapsglanzkäfer, Rapserdfloh 95-125 ml/ha B2
Quelle: ASTA
**: MoA = Mode of Action (Wirkmechanismus) laut IRAC (Insecticide Resistance Action Committee).

*Auflage:

Zusätzliche Informationen zum Bienenschutz: Die Bienenschutzauflagen der Insektizide

Zur effektiven Bekämpfung des Rapsglanzkäfers sollte wegen der weitgehenden Resistenz des Käfers gegenüber der Wirkstoffgruppe der Pyrethroïde auf das neue Produkt BISCAYA zurückgegriffen werden (volle Aufwandmenge!). Es ist max. 1 Anwendung pro Saison möglich. Bei sehr starkem Druck kann eine zusätzliche Behandlung mit Talstar eingeplant werden, das noch eine gewisse Wirkung auf den Käfer zeigt (jedoch keine Tankmischungen BISCAYA + TALSTAR!). Zusätzliche Informationen zur Resistenzproblematik im Raps lesen Sie im folgenden Beitrag: Resistenz des Glanzkäfers gegenüber der Familie der Pyrethroïde