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Kartoffelherbizide - Krautabtötung
Herbizide in Kartoffeln
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die in Luxemburg in Saatkartoffeln (SK) und Esskartoffeln (EK) zugelassenen Herbizide. Wir haben für Sie ebenfalls eine detaillierte Tabelle mit dem Wirkungsspektrum der Kartoffelherbizide zum Ausdrucken zusammengestellt (pdf, 46 kB).
| Produkt | Formulierung | Wirkstoff | Kultur | Dosis |
|---|---|---|---|---|
| Agil | EC | 100 g/l Propaquizafop | EK, SK | 0,75-1,5 l/ha |
| Artist | WG | 24% Flufenacet + 17,5% Metribuzin | EK | 2,5 kg/ha |
| Butisan S | SC | 500 g/l Metazachlor | EK, SK | 1,0-1,5 l/ha |
| Centium 36 CS | CS | 360 g/l Clomazone | EK, SK | 0,25 l/ha |
| Challenge | SC | 600 g/l Aclonifen | EK, SK | 3-4 l/ha |
| Defi | EC | 800 g/l Prosulfocarb | EK, SK | 4-5 l/ha |
| Focus Plus | EC | 100 g/l Cycloxydim | EK, SK | 2-6 l/ha |
| Fuego | SC | 500 g/l Metazachlor | EK, SK | 1,0-1,5 l/ha |
| Metazachlore GL 500 (*) | SC | 500 g/l Metazachlor | EK, SK | 1,0-1,5 l/ha |
| Rapsan 500 SC | SC | 500 g/l Metazachlor | EK, SK | 1,0-1,5 l/ha |
| Sencor | WG | 70% Metribuzin | EK, SK | 0,5-0,75 kg/ha |
| Stomp 400 SC | SC | 400 g/l Pendimethalin | EK, SK | 2,0-2,5 l/ha |
| Titus | WG | 25% Rimsulfuron | EK | 40 g/ha |
Krautabtötung in Kartoffeln
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die in Luxemburg in Saatkartoffeln (SK) und Esskartoffeln (EK) zugelassenen Mittel zur Krautabtötung.
| Produkt | Formulierung | Wirkstoffe | Kultur | Dosis |
|---|---|---|---|---|
| Basta S | SL | 150 g/l Glufosinate | EK | 3-5 l/ha |
| Mission | SL | 200 g/l Diquat | EK, SK | 4 l/ha |
| Quad - Glob 200 SL | SL | 200 g/l Diquat | EK, SK | 4 l/ha |
| Reglone | SL | 200 g/l Diquat | EK, SK | 3-5 l/ha |
| Spotlight Plus | ME | 60 g/l Carfentrazone-éthyl | EK, SK | 1,0 l/ha |
Bei der Krautabtötung sollten einige wichtige Aspekte berücksichtigt werden. Die Gefahr der Ringbildung steigt, je trockener der Boden und je höher die Temperaturen. Besonders kritisch sind Behandlungen mit Produkten, die eine schnelle Krautabtötung hervorrufen (z.B. Reglone). Die Krautabtötung sollte möglichst in den frühen Morgenstunden erfolgen. Ein Splitting verringert die Gefahr der Ringbildung und verbessert auch die Wirksamkeit der Massnahme.
Folgende Mittel sind in Luxemburg auf dem Markt:
- Basta
- Reglone
- Spotlight
Basta wird mit 2,0 l/ha ab Beginn der natürlichen Abreife eingesetzt. Basta sollte nicht eingesetzt werden, wenn in den letzten Tagen hohe Niederschläge (30-40 mm) gefallen sind, wenn unmittelbar nach der Anwendung ergiebige Niederschläge zu erwarten sind oder bei Gefahr von Staunässe. Es kann unter diesen Bedingungen z.B. zur Reduzierung der Triebkraft kommen, was bei Pflanzkartoffeln natürlich unerwünscht ist. Eventuell können Nachbehandlungen nötig sein.
Reglone wird mit 2,5-3,0 l/ha gespritzt. Eventuell können Nachbehandlungen (mit 2,0-3,0 l/ha) nötig werden (z.B. bei Neuaustrieb). Reglone sollte nicht bei Lufttemperaturen über 25°C eingesetzt werden. Die besten Ergebnisse erzielt man zwar meist bei Spritzungen am späten Nachmittag oder abends, bei großer Trockenheit ist es jedoch ratsam am frühen Morgen zu behandeln. Am besten sollte man jedoch so lange mit der Behandlung warten, bis der Boden nach Niederschlägen wieder ausreichend durchfeuchtet, das Wasserdefizit der Pflanzen beseitigt und Welkeerscheinungen nicht mehr sichtbar sind. Dies kann erst mehrere Tage nach Ende der Trockenperiode der Fall sein. Wird bei Trockenheit und welkem Kraut (v.a. am späten Nachmittag bzw. am Abend) gespritzt, kann es nämlich in den Knollen zu deutlichen Verfärbungen der Gefäßbündelringe kommen. Um dies zu vermeiden sollte die Behandlung am Morgen auf taunasse Bestände erfolgen (mit 600-800 l/ha Wasser). Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit und sehr trockenen Böden sollte mit der Krautabtötung gewartet werden bis es wieder regnet. Allgemeine Regel : Je trockener das Wetter, umso mehr Wasser je ha ausbringen (bis zu 1000-1200 l/ha).
Spotlight ist ein reines Kontaktmittel (dringt nicht in die Pflanze ein) und wird mit 0,25 l/ha eingesetzt. Die Gefahr von Ringbildungen innerhalb der Knolle – wie bei Reglone – oder von Triebkraftstörungen – wie bei Basta – soll angeblich nicht bestehen. Das Mittel sollte am besten in den Morgenstunden gespritzt werden, nicht jedoch abends. Die Bestände können bei der Behandlung taunass sein, sollten jedoch nicht zu nass sein, da sonst das Mittel ev. von den Blättern abtropfen kann (Wirkungsminderung). Der Zusatz von Öl ist ratsam.
WICHTIG: Bei der Krautabtötung sollten Sie mit viel Wasser fahren (mind. 600 l/ha). Bei warmer bzw. trockener Witterung ist es sogar ratsam mit 800 l/ha und mehr zu spritzen! Beachten Sie bitte auch, dass bei stärkeren Regenfällen nach einer Trockenperiode die Gefahr von Wachstumsrissen besteht. In solch einem Fall empfiehlt es sich, seine Bestände frühzeitig abzuspritzen – vorausgesetzt die Kartoffeln haben bereits die gewünschte Sortierung erreicht.
Beim Abspritzen sollten Sie nicht vergessen ein sporenabtötendes Mittel zuzusetzen, um das Abwandern von Krautfäulesporen in den Kartoffeldamm - und damit Knolleninfektionen zu verhindern. In Frage kommt Kupferoxychlorid (z.B. Cuprex 50%) mit 4-5 kg/ha.