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Stoppelbearbeitung - Welches Gerät wählen? (Teil 2)

Grubberkombinationen weisen in der Regel eine aufgesattelte Bauform auf und können mehrere Werkzeuggruppen hintereinander mit sich führen. Vor- und nachlaufende Walzen bzw. Gummiräder übernehmen die Tiefenführung. Die Grubberzinken sind an mindestens 4 Balken aufgehängt und weisen einen Strichabstand von 20 cm wie die herkömmlichen Grubber auf. Zum Zerkleinern und Einebnen folgen dem Grubber dann Scheiben oder Scheibenegge, kleine Federzinken in engem Strichabstand oder Striegel. Dahinter angeordnete schwere Packerwalzen wie z.B. Gussring-, Keilring-, Zahnpacker-, Crosskillwalzen sind für die nötige Rückverfestigung verantwortlich. Für eine erste flache Stoppelbearbeitung (5cm) eignen sich Gänsefußschare besonders gut, da sie den Boden bei geringer Tiefe ganzflächig abschneiden. Bei diesen Grubbern sind die Schare auswechselbar, so dass sie je nach Bearbeitungsform mit entsprechenden Scharen ausgerüstet werden und daher auch zur tiefen Grundbodenbearbeitung eingesetzt werden können. Für den schnelleren Austausch bieten verschiedene Hersteller Schnellwechselsysteme an. Dieses vielseitig einsetzbares Gerät eignet sich hervorragend für Landwirte, die auf den Pflug verzichten und mit einem einzigen Bodenbearbeitungsgerät auskommen wollen. Allerdings sind diese Geräte eher für Grossbetriebe geeignet.

Kreiselgrubber und Rotortiller arbeiten auch auf harten, ausgetrockneten Böden sehr aggressiv. Mit ihnen lassen sich selbst geringe Arbeitstiefen exakt einhalten. In Bezug auf Flächenleistung und Leistungsbedarf schneiden die zapfwellengetriebenen Geräte jedoch schlecht ab und werden deshalb selten zur Stoppelbearbeitung eingesetzt.

Um günstige Auflaufbedingungen für Ausfallgetreide und Unkrautsamen zu schaffen bzw. zur Saatbettvorbereitung ist eine ausreichende Rückverfestigung des Bodens notwendig. Die verschiedenen verfügbaren Nachläufer liefern jedoch je nach Bodenzustand und Art der Walzen sehr unterschiedliche Arbeitsergebnisse. Zur Verbesserung der Bodenanpassung sollte vor den Nachläufern durch die vorarbeitenden Werkzeuggruppen bereits eine ausreichende Einebnung der Oberfläche stattgefunden haben.

Rohrstabwalzen dienen in erster Linie zur Tiefenführung. Eine Bodenrückverfestigung findet jedoch kaum statt. Zahnpackerwalzen hingegen erledigen dies besser, haben aber den Nachteil dass sie bei feuchten Bodenverhältnissen und schlecht eingestellten Abstreifern leicht verkleben. Crosskillwalzen haben das gleiche Problem, da der zwischen den Zacken eingequetschte Boden nicht abgestreift werden kann Sie zerkleinern aber mühelos harte und ausgetrocknete Kluten. Gussringwalzen arbeiten selbst bei feuchtem Boden verstopfungsfrei. Keilringwalzen sind auf einem geschlossenen Zylinder montiert. Sie haben den Vorteil, dass sie selbst bei sehr leichten sowie auf feuchten Bodenverhältnissen nicht zu tief einsinken. Andererseits haben sie den Nachteil, dass, dadurch dass die Ringe nicht einzeln aufgehängt sind, die Anpassung an eine unebene Bodenoberfläche schlechter ist.

Fazit

Die erste Stoppelbearbeitung, egal mit welchem Gerät sie durchgeführt wird, sollte möglichst flach mit guter Rückverfestigung und schnellstmöglich nach der Ernte erfolgen. Betriebe, die auf die konservierende (pfluglose) Bearbeitung umstellen wollen, müssen unbedingt beachten, dass die auf dem Betrieb vorhandenen Bodenbearbeitungsgeräte und Drillmaschinen meist leider nicht immer alle dafür geeignet sind.