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Stoppelbearbeitung - Welches Gerät wählen? (Teil 1)
Die Scheibenegge zeichnet sich gegenüber dem Grubber durch eine höhere Flächenleistung bei geringerem Treibstoffverbrauch aus. Ein weiterer Vorteil neben dem geringen Verschleiß ist, dass die Scheibenwerkzeuge sich nie zusetzen. Am weitesten verbreitet sind die aufgesattelten Scheibeneggen. Sie dringen durch ihre schwere, lange Bauform selbst bei trocknen Verhältnissen problemlos in den Boden ein. Sie benötigen jedoch viel Platz zum wenden. Häufig werden sie zur ersten Stoppelbearbeitung zu tief eingestellt und Nachläufer, die die Rückverfestigung übernehmen, sind in den meisten Fällen nicht angebracht.
Die neuen kompakten Bauformen sind durch ihre wesentlich kürzere Bauform erheblich wendiger und bieten noch genügend Platz für passende gewichtige Nachläufer wie z.B.: Gussring- oder Keilringwalze. Bei diesen Kurzscheibeneggen bietet die enge Werkzeugfolge der zweireihigen Scheibenanordnung mit Einzelaufhängung und Gummisicherung eine bessere Bodenanpassung als dies bei den aufgesattelten Scheibeneggen der Fall ist. Die Tiefenführung wird mit dem Nachläufer eingestellt.
Die erste flache Stoppelbearbeitung nach der Ernte ist mit jeder Scheibenegge problemlos möglich. Sie ist jedoch kein universelles Stoppelbearbeitungsgerät, da sie krumentiefes Lockern nicht übernehmen kann und auch Wurzelunkräuter (z.B.: Quecke) nicht effektiv bekämpft.
Grubber gibt es in vielen verschiedenen Bauformen, so dass sie einen breiteren Einsatzbereich haben. Nicht nur in der Bauform, sondern auch in der Aufhängung der Werkzeugträger gibt es Unterschiede. Bei der federnden Aufhängung wird der Zerkleinerungseffekt durch die ständige Vibration der Schare gegenüber dem starren Werkzeugträger erhöht. Am häufigsten anzutreffen ist die starre Aufhängung mit Doppelherzscharen in 4-balkiger Bauform. Mit Einebnungselementen und/oder Nachläufer bestückt leisten sie eine zufriedenstellende Arbeit. Oftmals sind diese Modelle aber ohne Nachläufer ausgerüstet. Dadurch hinterlassen sie eine unebene, nicht rückverfestigte Oberfläche, was die Keimung der Ausfallsamen hemmt.
Besser ausgerüstet sind die 2-balkigen Flügelschargrubber mit Hohlscheiben. Ihre kurze Bauform erlaubt zusätzlich das tragen eines Nachläufers. Ein sicheres Arbeiten der Flügelschare, insbesondere bei harten Bodenverhältnissen, ist bei einer flachen Stoppelbearbeitung allerdings nicht möglich, da diese erst bei einer Tiefe von ca. 10 cm sauber arbeiten und somit die Ausfallsamen z.T. vergraben. Bei der nachfolgenden Grundbodenbearbeitung, wobei die Arbeitstiefe auf bis zu 20 cm erhöht wird, ist der Flügelschargrubber bedenkenlos einsetzbar.