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Nachsaat im Grünland
Die anhaltende Trockenheit während der letzten Saison sowie die Wechsel- und Kahlfröste des vergangenen Winters haben auf zahlreichen Grünlandflächen zu Schäden an der Grasnarbe geführt. Damit sich keine ertragsmindernden Unkräuter ansiedeln, ist eine Grasnachsaat unumgänglich. Die derzeitigen Witterungsbedingungen sind günstig dafür.
Nach dem vorherigen Abschleppen können folgende Techniken zur Nachsaat angewandt werden:
- Düngerstreuer (ev. mit Dünger vermischt)
- Schneckenkornstreuer
- Striegel mit Nachsaatausrüstung
- Acker-Scheibensämaschine
- spezielle Nachsaattechnik:
- Zahnrillensaat (z.B. Hassia-Eurogreen*)
- Schlitzdrillsaat (z.B. Köckerling*)
- Scheibendrillsaat (z.B. Vredo*)
* Marken sind nicht relevant
Das Saatgut benötigt zum Auflaufen einen guten Bodenkontakt. Der Grasbestand sollte daher zum Zeitpunkt der Nachsaat möglichst kurz sein! Als vorteilhaft erweist sich auch ein nachfolgendes Walzen quer zur Saatrichtung. Dies sollte jedoch bei zu feuchten Bodenverhältnissen unterbleiben.
Oftmals wird nach einer Nachsaat die Grassnarbe ihrem Schicksal überlassen, was ein entscheidender Fehler ist, denn die ordnungsgemässe Bestandesführung danach ist ebenso wichtig wie die Nachsaat selbst! Dabei sollte eine zu hohe N-Startdüngung vermieden werden. Ausserdem sollte der erste Aufwuchs möglichst kurz gehalten werden, entweder durch frühe Mahd (Silage) oder Beweidung. Dadurch wird der Konkurrenzdruck verringert und die Nachsaat kann sich durch eine stärkere Bestockung ausdehnen.
Damit die Nachsaat weniger durch die Altnarbe unterdrückt wird, werden vor allem Arten mit einer schnellen Jugendentwicklung eingesetzt. Die erhältlichen Nachsaatmischungen weisen einen hohen Anteil an Englischem Raygras auf und sind entweder pur oder mit 1-2 andern Gräsern und/oder Klee vermischt. Die Saatstärke beträgt je nach eingesetzter Saattechnik, Bodenverhältnissen und Witterungsbedingungen 5-25 kg/ha.