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N-Düngung im Wintergetreide

Bei der Andüngung muss die Bestandesentwicklung berücksichtigt werden. Dichte Bestände sollten weniger stark angedüngt werden, um nicht die Anlage unnötiger Triebe zu fördern. Schlechtere Bestände hingegen müssen stärker angedüngt werden, um eine ausreichende Bestandesdichte zu erreichen.

Unsere Empfehlungen für die N-Düngung (in kg/ha N) im Wintergetreide:

Kultur 1. Düngung 2. Düngung 3. Düngung
Brotweizen (60-70 dt) kg/ha N (Saattermin)    
Aron, Altos, Bussard 40 (E.Sept.) - 50 (A.Okt.) - 80 (M.Okt.) 70-80 60-70
Achat, Akteur, Urban 50 (E.Sept.) - 60 (A.Okt.) - 90 (M.Okt.) 70-80 60-70
Futterweizen (70-80 dt) kg/ha N (Saattermin)    
  50 (E.Sept.) - 60 (A.Okt.) - 90 (M.Okt.) 70-80 50-60
Wintergerste      
2 Gaben (50-60 dt) 40-55 80-90 -
3 Gaben (60-70 dt) 40-55 80-90 40-50
Triticale (50-60 dt)      
  40-55 80-90 -
Roggen (50-60 dt)      
  40-50 60-70 -
Bei Wintergerste, Triticale und Roggen bezieht sich die Düngeempfehlung auf Saatzeiten Ende September. Die Schwankungsbreite ergibt sich aus der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Bestände.
20 m3/ha Gülle im Herbst: bei der 2. Düngung den untersten Bereich der Düngeempfehlung anpeilen.
30-40 to/ha Mist im Herbst: 10 kg/ha N von der 2. Gabe abziehen und 20 kg/ha N von der 3. Gabe abziehen.

Um den Schwefelbedarf des Getreides abzudecken (30-40 kg/ha), sollte eine der beiden ersten N-Gaben mit einem schwefelhaltigen N-Dünger erfolgen. Wichtig ist die N-Düngerform. Als Dünger kommen entweder ASS (Ammonsulfatsalpeter, 26% N + 13% S) oder SSA (Schwefelsaures Ammoniak, 21% N + 24% S) in Frage. SSA wirkt wesentlich langsamer als ASS, so dass er früher eingesetzt werden muss. Sind die Getreidebestände im Frühjahr erst spät befahrbar, ist es ratsam mit KAS anzudüngen und SSA für die 2. N-Gabe aufzubewahren oder aber mit ASS anzudüngen.